Vertrauen

BDSM liegt neben dem ethischen Grundsatz von SSC ebenso ein sehr hohes Maß an Vertrauen dem Partner gegenüber zugrunde. In keiner anderen Form der Sexu-alität begibt sich eine Person derart in die Hände des Anderen. Neben allgemeinem Grundvertrauen der anderen Sexualarten, wie bspw. Frage der Verhütung, Schutz vor übertragbaren Krankheiten, wird das Vertrauen innerhalb einer BDSM-Beziehung um weitere Faktoren ergänzt:

Vertrauen in

… die Selbstkontrolle des Tops.
… die Fähigkeiten des Tops zu Führen.
… das Wissen um die angewandte Praktik.
… die Fähigkeit, die Konsequenzen seiner Handlungen abschätzen zu können.
… den Bottom, dass er seine eigene Grenzen erkennen und auch artikulieren kann.

Sogar die Wissenschaft hat zwischenzeitlich die Bedeutung des gegenseitigen Ver-trauens in einer BDSM-Beziehung anerkannt:

"Ein Sadist vergisst sich nicht, sondern hat gerade ein hohes Maß an Disziplin, mit dem er seinen Sadismus zelebriert. Nur in der Gewissheit dieser Disziplin läßt sich ein Masochist auf die Unterwerfung ein."
(Bräutigam, Walter / Clement, Ulrich: Sexualmedizin im Grundriss: Eine Einführung in Klinik, Theorie und Therapie der sexuellen Konflikte und Störungen)

Gleichzeitig existiert noch eine andere Art des Vertrauens. Das Vertrauen der Mit-glieder der BDSM-Subkultur untereinander. Kein Außenstehender wird von den sexuellen Neigungen eines Mitglieds erfahren, ohne dass das Mitgliedglied dies explizit möchte.

Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass BDSM aus tiefem gegenseitigem Vertrauen, Sensibilität und Respekt für einander besteht. Es ist entgegen der mehr-heitlichen Meinung eher sanft, zärtlich, still und subtil, niemals Gewalt.

 

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