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Was
bedeutet BDSM?
BDSM
ist die in der heutigen Zeit geläufige Abkürzung für die
Hauptaspekte des
umgangsprachlichen
SM. Es ist der Versuch, verschiedene Facetten sexueller
Neigungen zu komprimieren, um eine, nach außen geschlossene Identität
zu
erhalten.
Diese
Teilgebiete werden in 3 große Hauptströmungen aufgegliedert:
Bondage and Dicipline (Fesselung
und Erziehung)
Dominance and Submission (Dominanz
und Unterwerfung)
Sadism and Masochism
(Sadismus und Masochismus)
Die
Buchstaben D und S sind doppelt belegt.
Sachlich betrachtet ist der Begriff BDSM nichts anderes als eine Art Klassifikation.
Wer sich daher zu BDSM bekennt, signalisiert erst einmal nichts anderes,
als dass
er sexuelle Praktiken bevorzugt, die nicht zum normalen Standart in Deutschlands
Schlafzimmern zählen.
Bondage
ist wahrscheinlich der Aspekt, der in der Gesellschaft noch als am gewöhn-
lichsten empfunden wird. Die Phantasie, dem Partner hilflos ausgeliefert
zu sein, bzw.
ihn zu fesseln ist sehr weit verbreitet. Unterwerfung und Dominanz müssen
hierbei nicht
unbedingt eine Rolle spielen.
Discipline
kann dabei möglicherweise eine Steigerung von Bondage sein, muss
es
aber nicht. Für sich alleine betrachtet, liegt hier eine strafende
Komponente zugrunde.
Diese kann das Machtgefälle zwischen den Partnern mit einbeziehen
oder auch nicht.
Dominance
and Submission (kurz DS) gründen sich mehr auf psychologischen
Elementen, da diese Bereiche eine bestimmte Rangordnung anstreben. Ein
Partner
bildet hier den dominanten Teil (Top), der sich den Partner, der sich
unterwirft (Bottom)
kontrolliert. Die Charakteristika von DS ist schwer zu erfassen, da sie
immer von der
Form der Beziehung zwischen den Partnern abhängt. Um eine Hierarchie
herbei zu
führen, können Praktiken aus den Bereichen Bondage and
Dicipline angewandt
werden, das muss aber nicht sein. Auch bezieht DS nicht zwangsläufig
Sadismus
oder Masochismus mit ein, kann es aber.
Sadism
and Masochism, dem umgangssprachlich gebräuchlichsten SM geht
es um
die direkte Sinneswahrnehmung von körperlichen Empfindungen. Erreicht
wird dies
dadurch, dass der Top den Körper des Bottoms mit unterschiedlichen
Mitteln stimuliert.
Das Ergebnis ist die Ausschüttung der körpereigenen Glückshormone,
den Endorphinen,
sowie von Adrenalin. Das kann den Bottom in einen Trancezustand
versetzen. Auch
bei Sadism and Masochism können die Aspekte Bondage
and Discipline und
Dominance and Submission eine Rolle spielen, muss aber nicht.
SM
ist daher auch nur ein Teilbereich von BDSM und nicht umgekehrt. In der
Regel
sind die Grenzen fließend und die einzelnen Teilbereiche vermischen
sich meist.
Dies bedeutet eine große Vielfalt von Spielmöglichkeiten, denn
BDSM besteht aus
den individuellen Facetten eines jeden Menschen. Aus diesem Grund gibt
es nicht
das richtige BDSM, man kann höchstens sagen mein
richtiges BDSM.
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